Wie BMW den WunderKindern
das Fliegen beibrachte

Es war ein regnerischer Dienstag im Kinderhaus Wurzelaus 8, als ein silberner Kombi vor dem Eingang hielt und drei Menschen in BMW-Jacken ausstiegen – mit einem Karton voller Fragezeichen unterm Arm.
„Wir haben gehört, hier wird jeden Tag was Neues erfunden", sagte einer von ihnen zur verdutzten Kita-Leitung. „Wir bauen Autos. Ihr baut offenbar Zukunft. Lasst uns doch mal reden."
Aus dem Gespräch wurde ein Projekt: Die „Werkstatt der kleinen Erfinder". Ein Team aus BMW-Ingenieuren brachte den Kindern bei, wie ein Elektromotor eigentlich funktioniert – nicht mit Vorträgen, sondern mit Schrauben, kleinen Rädern und viel zu lauten Jubelschreien, wenn ein selbstgebautes Mini-Fahrzeug tatsächlich losfuhr. Im Gegenzug erklärten die Kinder den Ingenieuren, warum ihr Prototyp unbedingt lila sein musste und wieso ein Auto ohne eingebautes Karussell eigentlich nutzlos sei.
Am Ende des Sommers stand vor der Kita ein kleiner Parcours aus Pappe, Farbe und Fantasie – der „Wunderkinder Testring". BMW spendierte Werkzeug, Sicherheitswesten in Kindergröße und eine Portion Geduld, die niemand erwartet hätte. Die Erzieherinnen sagten hinterher nur: die Kinder hätten in sechs Wochen mehr über Physik gelernt als so mancher Erwachsene in sechs Jahren.
Ob es wirklich am Motor lag oder eher daran, dass endlich mal jemand zugehört hat, wenn ein Sechsjähriger eine Konstruktionsidee hatte – das weiß bis heute niemand so genau.
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